Polizeiwissenschaftliche Tagung „Polizei und Gewalt“

Am 5. November 2015 fand an der Polizeiakademie Niedersachsen die sechste Polizeiwissenschaftliche Tagung statt. Rund 150 Interessierte, darunter hochrangige Gäste aus Polizei und Politik, folgten der Einladung des Direktors Dieter Buskohl nach Nienburg, um sich zu dem Thema „Polizei und Gewalt" auszutauschen.

Das Spannungsfeld „Polizei und Gewalt" wurde hierbei von beiden Seiten beleuchtet. Nicht nur Gewalt gegen Polizeibeamte, wie dies im Kontext mit Aufmärschen rechtsradikaler Gruppierungen oder auch bei der Austragung von Fußballspielen vorkommt, wurde in den Fokus gerückt. „Die Polizeiliche Kriminalstatistik weist für das Jahr 2014 bundesweit 62.000 Polizeibeamtinnen und -beamte als Opfer einer Straftat aus. Das heißt konkret: Tag für Tag werden 168 Kolleginnen und Kollegen Opfer eines Gewaltübergriffs", zeigte Buskohl bei seiner Begrüßung auf. Doch auch Gewalt, die von Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten ausgeht, wurde angesprochen und diskutiert. „Im Sinne einer bürgernahen und bürgerfreundlichen Polizei muss es Ziel sein, die Anwendung von Gewalt zu vermeiden beziehungsweise auf das zwingend notwendige Maß zu beschränken", so Landespolizeipräsident Uwe Binias.

In Vorträgen von hochkarätigen Referentinnen und Referenten aus ganz Deutschland sowie in vertiefenden Fachforen bot die Polizeiakademie Niedersachsen ein abwechslungsreiches Programm, welches sich den verschiedenen Facetten der Thematik „Polizei und Gewalt" widmete. Empirische Ergebnisse zu Gewalt im Polizeidienst wurden ebenso vorgestellt, wie auch das Projekt „Interkulturelle Kompetenz". Die Deeskalation von Gewalt spielte eine große Rolle und auch das Konzept der Bürgerpolizei wurde diskutiert.

PWT Polizei und Gewalt  
Direktor Dieter Buskohl begrüßte die Gäste
Artikel-Informationen

05.11.2015

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