3. Netzwerktreffen von HORIZONTE im Polizeimuseum in Nienburg am 30. August 2017

Netzwerktreffen, Polizeimuseum, Horizonte  
Begrüßung durch Dieter Buskohl (Direktor der Polizeiakademie Niedersachsen)

Die Polizeiakademie Niedersachsen hat im November 2016 die Leitung für das Führungskräfteentwicklungsprogramm HORIZONTE übernommen. Anlass genug, um den Teilnehmerinnen, Strategischen Beraterinnen und Beratern sowie den Referentinnen und Referenten, aber auch den Vertreterinnen und Vertretern der beteiligten Wirtschaftsunternehmen des 1. landesweiten Durchgangs die niedersächsische Polizeiakademie vorzustellen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Dr. habil. Heike Matthias-Ripke, Leiterin von HORIZONTE.

Zunächst eröffnete der Direktor der Polizeiakademie, Dieter Buskohl, das Treffen im Polizeimuseum und lobte das Führungskräfteentwicklungsprogramm HORIZONTE für seine Erfolge.

Der Landespolizeipräsident, Uwe Binias, gab in seinem Grußwort einen kurzen Rückblick auf die bisherige Erfolgsgeschichte. Das in der Polizeidirektion Hannover initiierte Programm wurde im April 2017 im Rahmen des fünften Deutschen Bildungspreises mit dem Exzellenz-Siegel ausgezeichnet und erhielt zusätzlich den „Sonderpreis Innovation". Mittlerweile haben über 45 Frauen in Spitzenfunktionen teilgenommen, davon 12 aus der Polizei Niedersachsen. Die Mehrzahl der Frauen stammt aus angesehenen Unternehmen des Großraums Hannover.

Der Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf der Vorstellung der Aufgaben der Polizeiakademie Niedersachen. Vor diesem Hintergrund erläuterte der Abteilungsleiter für Studium und Lehre, Carsten Rose, zunächst den organisatorischen Aufbau der Akademie bevor er anschließend die Nachwuchsgewinnung und die Aus- und Fortbildung thematisierte.

Anschließend berichteten zwei Professorinnen und ein Kriminaloberrat, aus dem Studiengebiet „Kriminalwissenschaften", über aktuelle Forschungsprojekte.

Dr. Alexandra Schedel-Stupperich und Karsten Bettels stellten die Unterstützung der „Cold Case" Bearbeitung durch Studierende der Polizeiakademie vor. Das Projekt stellt einerseits ein hochschuldidaktisches Format und andererseits, in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Verden, die erneute Bearbeitung alter Kriminalfälle dar. Studierende erwerben und verfestigen in diesem Projekt ihre fachlichen, sozialen und persönlichen Kompetenzen für die polizeiliche Praxis und werden hierdurch optimal auf den Berufseinstieg im Oktober vorbereitet. Zudem werden in dem einen oder anderen Fall neue Ermittlungsansätze herausgearbeitet. Dr. Schedel-Stupperich und Herrn Bettels gelang es in einem spannenden Vortrag das Publikum zu fesseln.

Dr. Daniela Klimke berichtete über „Bearbeitungsweisen von Viktimisierungen und private Schutzpraktiken". Dabei stütze sie sich auf Interviews mit Personen, die „Opfer" geworden sind. Deutlich wurden bei der Analyse geschlechtstypische Unterschiede bei der Verarbeitung und Bewältigung von Opfererfahrungen. Frauen reden öfter über ihre Ängste und vermeiden häufiger als Männer von ihnen als „gefährlich" definierte Situationen (z. B. nachts allein unterwegs sein etc.). Männer dagegen stellten sich häufiger als Frauen als „Helden" dar, indem sie einen Einbrecher beispielsweise „verjagen". Auch Dr. Klimke gelang es, das Publikum mit ihren Ausführungen zu begeistern.

Am Ende des Treffens, das mit einem kulinarischen Imbiss abschloss, waren sich die Besucherinnen und Besucher einig: Ein interessanter und spannender Einblick in die Arbeit der Polizeiakademie Niedersachsen. Darüber hinaus konnten die bestehenden Netzwerke weiter vertieft und neue gebildet werden.


Netzwerktreffen, Polizeimuseum, Horizonte  
Teilnehmende des Netzwerktreffens
Netzwerktreffen, Polizeimuseum, Horizonte  
Veranstaltungsort: Das Polizeimuseum in der Nienburger Innenstadt
Netzwerktreffen, Polizeimuseum, Horizonte  
Teilnehmende beim Austausch
Artikel-Informationen

09.10.2017

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